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Historie des Altkreises Bad Doberan

Historie

Schon steinzeitlichen Jäger- und Sammlergruppen bot die Region ausreichende Lebensgrundlagen. Zahlreiche Großsteingräber, die die ersten Siedler vor etwa 5000 Jahren errichteten, bezeugen das Leistungsvermögen unserer Vorfahren.

Vor ca. 2500 Jahren begannen Germanen mit der Eisenproduktion aus heimischen Rohstoffen. Bis zum 6. Jahrhundert nach Chr. wanderte ein Großteil der germanischen Bevölkerung aus. Auf die verbleibenden Restgruppen trafen die zu Beginn des 7. Jahrhunderts einwandernden slawischen Stämme. Bis heute erinnern Ortsnamen wie Kröpelin oder Doberan und Reste von Burgen (Rerik, Werle) an die 600jährige Slawenherrschaft, die mit dem Sieg Heinrichs des Löwen um 1160 endete. Der letzte heidnische Slawenfürst Niklot fiel bei Werle.

Das Land wurde danach durch Zisterziensermönche, westelbische Bauern und den Adel besiedelt. An die Stelle slawischer Glaubensvorstellungen trat das Christentum, zu dem auch Pribislav, der Sohn Niklots und Begründer des mecklenburgischen Fürstenhauses, übertrat.

Unter seiner Herrschaft wurde 1171 das Zisterzienserkloster in Althof gegründet, das nach seiner Zerstörung und der Vertreibung der Mönche am heutigen Standort im Jahre 1186 neu errichtet wurde. Mitte des 16. Jahrhunderts setzte sich die lutherische Lehre durch und der klösterliche Besitz ging in das Eigentum der Landesherren über. Dies war eine wichtige Voraussetzung für die Bildung der großen Domanialämter Schwaan, Toitenwinkel, Doberan und Bukow. Der 30jährige Krieg verwüstete die Region schwer, weitere Kriege, Brände und Seuchen hinterließen das Land ausgeplündert und verarmt.

Erst mit der Gründung des ersten deutschen Seebades am Heiligen Damm im Jahre 1793 und nachfolgender Errichtung der Sommerresidenz der mecklenburgischen Herzöge begann in und um Doberan eine zweite Blütezeit. Eine Verwaltungsreform des Freistaates Mecklenburg-Schwerin sorgte im Jahre 1920 für die Bildung von 10 einheitlichen Ämtern als Vorläufer späterer Landkreise.
 

Das Amt Rostock entstand aus Teilen ursprünglicher Domanial- und Ritterschaftsämter.
Es umfasste 246 Stadt- und Landgemeinden, zu denen die Städte Tessin, Kröpelin und Doberan (ab 1921 Bad Doberan) zählten.

Die Wirtschaftskrise der 20er und 30er Jahre traf auch unsere Region hart, und so war es kein Zufall, dass die NSDAP bereits 1932 die Mehrheit im Bad Doberaner Stadtparlament errang. Was zunächst als wirtschaftlicher Aufschwung erschien, endete nach einigen Jahren im von Hitler gezielt vorbereiteten Zweiten Weltkrieg. Von Bombenangriffen, die Rostock in erheblichem Maße zerstörten, blieben Bad Doberan und das Umland glücklicherweise verschont. Nach Kriegsende fanden Tausende von Flüchtlingen hier Zuflucht. In den Nachkriegsjahren galt es zunächst, für eine Normalisierung des täglichen Lebens zu sorgen. Einerseits entstanden in vielen Orten Neubaugebiete, Schulen, Kulturhäuser und Kindereinrichtungen. Andererseits fehlte Geld für die Erhaltung der vielen Baudenkmale.

Im Rahmen der Verwaltungsreform von 1952 wurden die Länder aufgelöst und Bezirke gebildet. In diesem Zusammenhang wurden auch die Kreisstrukturen verändert. Der Kreis Bad Doberan wurde dabei aus dem westlichen Teil des alten Landkeises Rostock und Teilen des alten Landkreises Wismar gebildet. Die Wende im Jahre 1989 wurde, wie in vielen Orten der DDR, mit Friedensgebeten in den Kirchen eingeleitet. Und auch hier galt es, sich der "neuen Zeit" mit ihren Möglichkeiten, Versuchungen und Problemen zu stellen. Die meisten Bürger mussten sich beruflich und persönlich neu orientieren, für viele war die Suche nach einem Arbeitsplatz erfolglos. Jedoch zeugen die zahlreichen neu entstandenen Wohngebiete auch von Aufbau und Entwicklung. Nach der Gebietsreform 1994 wurde der Landkreis in seiner jetzigen Form gebildet. Er entstand aus den ehemaligen Kreisen Rostock-Land, Bad Doberan und dem Amt Schwaan. Mit großem fachlichen und finanziellen Engagement, insbesondere der Eigentümer, wurden bedeutende Kulturdenkmale restauriert.

So errichtete der Landkreis nicht nur ein neues, modernes Gebäude für seine Verwaltung, er engagiert sich gleichermaßen unter anderem für die Sanierung des ehemaligen Großherzoglichen Palais mit seinem schönen Ovalen Saal.

 

 

  Rostock, Landkreis - Chronik für den ehem. LK Bad Doberan

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